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Christkindlmarkt auf der Schallaburg

Genießen sie mit dem Bläserensemble der Original Hoch- und Deutschmeister von 11:00 bis 18:30 die schönsten Weihnachts- und…

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Weihnachtsmarkt Fischamend

Genießen sie mit dem Bläserensemble der Original Hoch- und Deutschmeister von 19:30 bis 21:00 die schönsten Weihnachts- und…

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Kirchenkonzert mit dem Hoch- und Deutschmeisterbläserquartett

Das Bläserquartett der Original Hoch- und Deutschmeisterkapelle verzaubert die Besucher und stimmt auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein

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Über die Original Hoch- und Deutschmeisterkapelle

"Wir sind vom k. u. k. Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4"

Mit ihrem unverwechselbaren Klang der hohen Wiener Stimmung gibt die „Original Hoch- und Deutschmeister“ Kapelle des K. und K. Infanterieregiments Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 in wahrer Traditionspflege ein authentisches Klangbild österreichisch-ungarischer Militärmusiken wieder!

Am 1. Mai 1741 war ganz Mailand in Aufregung. Fand doch an diesem Tag eine Militärparade statt, bei der zum ersten Mal eine Militärkapelle spielen sollte: die Kapelle der Hoch- und Deutschmeister! Seither waren die Hoch- und Deutschmeister nicht nur ein Repräsentant militärischer Natur, sondern wurde allmählich wurde die Kapelle zu einem friedvollen Interpreten feinster Wiener Musikkultur im In- und Ausland. Zahlreiche Welterfolge von Hoch- und Deutschmeisterkapellen zeugen davon, so etwa zwei Gastspiele bei Weltausstellungen: Bei Weltausstellung 1893 in Chicago gastierte eine zivile Kapelle in historischer Deutschmeisteruniform (mit kaiserlicher Erlaubnis) unter der Leitung des damaligen Hoch- und Deutschmeisterkapellmeisters Carl Michael Ziehrer, der extra um Urlaub angesucht hatte und so seinen Ruhm so steigern konnte, dass seine Werke noch heute beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker Beifall finden. 1910 gastierte nun zum zweiten Male eine Deutschmeisterkapelle bei einer Weltausstellung, nämlich in in Buenos Aires. Mit finanzieller Unterstützung des Berndorfer Metallindustriellen Arthur Krupp konnte nun die richtige Regimentsmusik unter Kapellmeister Wilhelm Wacek mehrere Monate in Südamerika gastieren!

Mit Ende des Ersten Weltkriegs war der Klangkörper der Hoch- und Deutschmeister vorübergehend zum Schweigen gezwungen. Im Jahre 1927 sorgte der letzte Kapellmeister Wilhelm Wacek für das Wiedererstehen der alten Hoch- und Deutschmeisterkapelle als offiziellen Klangkörper des damals einflussreichen Deutschmeisterbundes, der nur gediente Deutschmeister aufnahm und mehrere Tausend Mitglieder hatte. Vorher hatten zahlreiche falsche Deutschmeistermusiken mit Musikern, die gar keine Deutschmeister gewesen waren, den klingenden Namen "Hoch- und Deutschmeister" in sittenwidriger Manier missbraucht und dies hatte für großen Groll bei den altgedienten Musikern gesorgt.

Ab circa 1931 leitete in der Nachfolge Waceks der berühmte Julius Herrmann, der später sogar der “blecherne” Furtwängler genannt wurde, die berühmte Kapelle. In dessen langer Wirkungsperiode wurden Platten in großer Zahl aufgenommen, die somit eine unvergleichliche musikalische wienerische Interpretation mit einer für damalige Verhältnisse modernen Aufnahmetechnik kombinierten. Die Anzahl der Tonträger ist fast nicht überschaubar. 1956 dirigierte Julius Herrmann die Deutschmeister beim ersten Wiener Opernball, einem der berühmtesten Bälle der Welt. Außerdem wurden drei erfolgreiche mehrmonatige Tourneen Ende der 1950er und Anfang der 1960er unter dem Titel "Vienna on Parade" unter der Patronanz der Bundeskanzler Dr. Julius Raab und Dr. Alfons Gorbach absolviert. Diese Tourneen wurden von Marcel Prawy choreographiert. Dabei gastierten die Hoch- und Deutschmeister noch vor Ernst Mosch mit seinen berühmten Egerländern als erstes deutschsprachiges Orchester in der renommierten Carnegie Hall in New York. Herrmann spielte mit seiner Kapelle auf zahlreichen  Wiener Bällen. Ein weiterer Höhepunkt ereignete sich 1961 beim historischen Treffen zwischen Kennedy und Chruschtschow in Wien: US-Präsident Kennedy wünschte sich den "Kaiserjäger-Marsch" von den Hoch- und Deutschmeistern unter Herrmann. Für seine Verdienste wurde Julius Herrmann auch der Titel "Professor" vom Bundespräsidenten verliehen. Die Original Hoch- und Deutschmeisterkapelle spielte weiterhin bei äußerst zahlreichen Anlässen, bis Herrmann am 14. Februar 1977 verstarb.

Die nun führerlos gewordenen Stammmusiker unter der interimistischen Leitung des Musikmeisters und Flötisten Herrmanns Ferdinand Kastner beschlossen noch im März 1977 einen Verein zu gründen, der bis heute als "Original Hoch- und Deutschmeister“ Kapelle des K. und K. Infanterieregiments Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 besteht. Der Name "Hoch- und Deutschmeister" wurde damals zum Schutz vor Missbrauch markenrechtlich geschützt. Nach zwei gehaltenen Proben trat Kastner als Kapellmeister zurück und spielte unter dem neuen Kapellmeister Prof. Horst Winter, einem berühmten Musiker und Bandleader, wieder Flöte. Die Kapelle blieb musikalischer Botschafter Österreichs bei den Papstbesuchen 1983 und 1988 und hatte Auftritte bei zahlreichen Fernsehsendungen (etwa dem Musikantenstadl). 1989 begleitete die Kapelle den Trauerkondukt der verstorbenen Kaiserin Zita. Nach Winter wurde der langjährige Soloklarinettist des RSO Wien Prof. Ottokar Drapal neuer Kapellmeister. Seit 1999 steht Kapellmeister Reinhold Nowotny dem Orchester vor. Ab 2004 konnte mit dem nach historischem Vorbild wiederauferstandenen musikalischen Teil der täglichen Wachablöse ("Burgmusik" in historischer Kreisaufstellung) im Innenhof der Wiener Hofburg großes Renommeé im In- und Ausland erworben werden.

 

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