Aktuelle Termine

Platzkonzert im Türkenschanzpark

Dank der herzlichen Einladung des Kulturvereins „Initiative Währing“ gibt es am 23. Juni 2019 im Türkenschanzpark bei der…

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Museumsdorf Niedersulz - Südmährer-Kirtag

Nach dem überwältigenden Erfolg des letzten Jahres tritt auch heuer die Original Hoch- und Deutschmeisterkapelle beim traditionsreichen SüdmährerKirtag…

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Habsburgwarte - Platzkonzert am höchsten Punkt Wiens

Anlässlich des 150. Bestandsjubiläums des Österreichischen Touristenklubs findet am 22. September 2019 eine feierliche Sternwanderung zum höchsten Punkt…

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Über die Original Hoch- und Deutschmeisterkapelle

"Wir sind vom k. u. k. Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4"

Mit ihrem unverwechselbaren Klang der hohen Wiener Stimmung gibt die „Original Hoch- und Deutschmeister“ Kapelle des K. und K. Infanterieregiments Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 in wahrer Traditionspflege ein authentisches Klangbild österreichisch-ungarischer Militärmusiken wieder!

Am 1. Mai 1741 war ganz Mailand in Aufregung. Fand doch an diesem Tag eine Militärparade statt, bei der zum ersten Mal eine Militärkapelle spielen sollte: die Kapelle der Hoch- und Deutschmeister! Seither waren die Hoch- und Deutschmeister nicht nur ein Repräsentant militärischer Natur, sondern wurde allmählich wurde die Kapelle zu einem friedvollen Interpreten feinster Wiener Musikkultur im In- und Ausland. Zahlreiche Welterfolge von Hoch- und Deutschmeisterkapellen zeugen davon, so etwa zwei Gastspiele bei Weltausstellungen: Bei Weltausstellung 1893 in Chicago gastierte eine zivilen Kapelle in historischer Deutschmeisteruniform (mit kaiserlicher Erlaubnis) unter der Leitung des damaligen Hoch- und Deutschmeisterkapellmeisters Carl Michael Ziehrer, der extra um Urlaub angesucht hatte und so seinen Ruhm so steigern konnte, dass seine Werke noch heute beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker Beifall finden. 1910 gastierte nun zum zweiten Male eine Deutschmeisterkapelle bei einer Weltausstellung, nämlich in in Buenos Aires. Mit finanzieller Unterstützung des Berndorfer Metallindustriellen Arthur Krupp konnte nun die richtige Regimentsmusik unter Kapellmeister Wilhelm Wacek mehrere Monate in Südamerika gastieren!

Mit Ende des Ersten Weltkriegs war der Klangkörper der Hoch- und Deutschmeister vorübergehend zum Schweigen gezwungen. Im Jahre 1927 sorgte der letzte Kapellmeister Wilhelm Wacek für das Wiedererstehen der alten Hoch- und Deutschmeisterkapelle als offiziellen Klangkörper des damals einflussreichen Deutschmeisterbundes, der nur gediente Deutschmeister aufnahm und mehrere Tausend Mitglieder hatte. Vorher hatten zahlreiche falsche Deutschmeistermusiken mit Musikern, die gar keine Deutschmeister gewesen waren, den klingenden Namen "Hoch- und Deutschmeister" in sittenwidriger Manier missbraucht und dies hatte für großen Groll bei den altgedienten Musikern gesorgt.

Ab circa 1931 leitete in der Nachfolge Waceks der berühmte Julius Herrmann, der später sogar der “blecherne” Furtwängler genannt wurde, die berühmte Kapelle. In dessen langer Wirkungsperiode wurden Platten in großer Zahl aufgenommen, die somit eine unvergleichliche musikalische wienerische Interpretation mit einer für damalige Verhältnisse modernen Aufnahmetechnik kombinierten. Außerdem wurden drei erfolgreiche mehrmonatige Amerikatourneen Ende der 1950er und Anfang der 1960er absolviert. Dabei gastierten die Hoch- und Deutschmeister noch vor Ernst Mosch mit seinen berühmten Egerländern als erstes deutschsprachiges Orchester in der renommierten Carnegie Hall in New York. Für seine Verdienste wurde Julius Herrmann auch der Titel "Professor" vom Bundespräsidenten verliehen. Die Original Hoch- und Deutschmeisterkapelle spielte weiterhin bei äußerst zahlreichen Anlässen, bis Herrmann am 14. Februar 1977 verstarb.

Die nun führerlos gewordenen Stammmusiker unter der interimistischen Leitung des Musikmeisters und Flötisten Herrmanns Ferdinand Kastner beschlossen noch im März 1977 einen Verein zu gründen, der bis heute als "Original Hoch- und Deutschmeister“ Kapelle des K. und K. Infanterieregiments Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 besteht. Der Name "Hoch- und Deutschmeister" wurde damals zum Schutz vor Missbrauch markenrechtlich geschützt. Nach zwei gehaltenen Proben trat Kastner als Kapellmeister zurück und spielte unter dem neuen Kapellmeister Prof. Horst Winter, einem berühmten Musiker und Bandleader, wieder Flöte. Die Kapelle blieb musikalischer Botschafter Österreichs bei den Papstbesuchen 1983 und 1988 und hatte Auftritte bei zahlreichen Fernsehsendungen. Nach Winter wurde der langjährige Soloklarinettist des RSO Wien Prof. Ottokar Drapal neuer Kapellmeister. Seit 1999 steht Kapellmeister Reinhold Nowotny dem Orchester vor. Ab 2004 konnte mit dem nach historischem Vorbild wiederauferstandenen musikalischen Teil der täglichen Wachablöse ("Burgmusik" in historischer Kreisaufstellung) im Innenhof der Wiener Hofburg großes Renommeé im In- und Ausland erworben werden.

 

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