Orchester

Helikone

Wesentlich für das besondere Flair der Hoch- und Deutschmeister ist die sogenannte „hohe Stimmung“. Diese liegt einen Halbton höher als die der meisten anderen Ensembles. Sie geht zurück auf die alten Feld- und Militärmusiken, die vor allem im Freien und in der marschierenden Truppe gehört werden mußten. Nach dem 1. Weltkrieg passten sich die meisten Kapellen der international gebräuchlichen Stimmung an. Die Hoch- und Deutschmeister zählten zu den wenigen Orchestern, die die alte Musiktradition aufrechterhielten.

Als Österreich dem Dritten Reich einverleibt wurde, war die Tradition des k.u.k. Militärs nicht mehr opportun. Die österreichische Militärmusik, somit auch die Hoch- und Deutschmeister, wurden in die reichsdeutsche Militärmusik mit ihrem Instrumentarium und der Normalstimmung integriert.

Mit der Wiedererrichtung des souveränen Österreich 1945 wurde bei den neu formierten „Deutschmeistern“ die alte Tradition und damit auch die hohe Stimmung wieder eingeführt.

Eine weitere Besonderheit des Orchesters besteht in den verwendeten Instrumenten. So sind heute nach wie vor Es-Trompeten und Ventilposaunen im Einsatz, ebenso wie – statt der üblichen Baßtuba – der traditionelle Helikon.